Filmkritik Metropolis

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Filmkritik von Jochen Hässler


Auch wenn man kein besonders großer Anhänger von Mangafilmen ist, muss man neidlos zugeben, dass der Film Metropolis zu packen versteht. Die durchgängig animierten Szenen wirken ausgegoren, sind mitunter packend. Die Szene, als Onkel und Neffe die Stadt zum ersten Mal betreten ist atemberaubend und in kaum einem anderen Manga Streifen so perfekt gelungen. Der epische Rahmen dieser unendlich großen urbanen Welt ist wunderschön, malerisch, phantastisch und detailgetreu zugleich. Farben leuchten prunkvoll, dramatische Kunst wird zum Leben erweckt, und lässt szenenweise sogar vergessen, dass man einen Mangacomic sieht.

Die Geschichte fesselt den Zuschauer bereits nach wenigen Minuten. Das Hin- und Zurück, Für und wieder der beiden Protagonisten (einem Roboter und einem Jungen) ist spielerisch und zugleich fesselnt gelöst. Je mehr Probleme und Aufgeben die beiden zusammen erleben, desto besser lernt man sie kennen, desto näher rücken beide Charaktere zusammen. Die emotionale Tiefe, die beide vermitteln ist durchaus mit der echter Schauspieler vergleichbar.

Alles in allem ist Metropolis ein sehr gut gelungener Manga Streifen, der mit den vielen minderwertigen Exemplaren seiner Zunft wenig zu tun hat. Auch für Manga Anfänger absolut sehenswert.

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